Frauen sind auf Radtour unter sich

 

Der ADFC Menden (Sauerland) veranstaltete wieder eine Frauentour im Jahr 2020.

 

Im September 2020 - Frauen-Radtour in Coronazeiten

Zur ersten Frauenradtour im Jahr 2020 hatte der ADFC Menden Anfang September eingeladen. 14 Radlerinnen folgten gerne zur Fahrradtour ganz ohne Männer, nachdem die für Mai vorgesehene Tour wegen Corona ausfallen musste.

2017 war die erste Frauentour des ADFC Menden (Sauerland). Seitdem wurde zweimal im Jahr eine Radtour von Frauen organisiert für Frauen. Christa Waschke und Irmgard Reichle organisieren die Touren und jedes Mal suchen die beiden Radlerinnen eine neue Route aus. Dafür haben die beiden ein Tourenleiter-Seminar des ADFC besucht und dürfen sich nach Prüfung zertifizierte Tour-Guides nennen. Etwa 40 Kilometer in der Umgebung von Menden werden insgesamt gefahren, neben dem Radfahren in einer netten Gruppe wird ein Besuchsprogramm eingebaut-in diesem Jahr die Ölmühle Sauerland in Kalthoff.

Dazu ging es vom Bahnhof Menden über Platte Heide, Ostsümmern und Köbbingser Mühle zur Ölmühle. Dort erhielten die Frauen eine hochinteressante Führung zur Kaltpressung von regionalen Speiseölen und Ölen aus anderen Ländern, alle in Bioqualität. „Wir wollen gesunde Bewegung mit neuen Erlebnissen kombinieren“, sagt Christa Waschke. „Es werde typisch für unsere Region auch immer mal etwas anstrengend, die Wege können auch mal steiler werden, doch keine Frau wird zurückgelassen. Die Letzte gibt das Tempo vor“, meint Irmgard Reichle. „Unsere Tour ist keine ‚Kaffeefahrt‘ wie die Männer manchmal denken“.

Unter den Frauen sind verschiedene Altersgruppen vertreten, weniger geübte Wiedereinsteigerinnen und erfahrene Radlerinnen. „Die meisten davon fahren mit Pedelec, es gibt jedoch auch einige mit einem „richtigen“ Rad, einem Biorad“, so nennt Christa Waschke scherzhaft das normale Fahrrad. „Bei jeder Tour sind auch immer andere Frauen dabei“, erklärt Irmgard Reichle. „Das macht die Frauentour so beliebt: „auf den Touren haben sich auch einzelne Frauen kennengelernt, die den Kontakt halten und jetzt zu zweit oder kleineren Gruppen auch Rad fahren“.

Die Idee entstand dadurch, dass viele Frauen nicht alleine Rad fahren und wenn, dann auch nicht so weite Strecken, wissen die Organisatorinnen. „Es ist auch immer was anderes, wenn man nur unter Frauen ist“, meinen beide. Der Spaß, neue Strecken kennenzulernen ist ein weiterer Grund, warum die beiden die Frauentour jedes Jahr gerne veranstalten.

Normalerweise können Interessierte einfach zum Treffpunkt kommen und mitfahren, wegen Corona mussten die Frauen sich jedoch vorab anmelden. „Die Touren werden sehr gerne angenommen und klappen auch gut“, sagt Irmgard Reichle. Sogar mehr als gut, denn die Pandemie und der Lockdown führten dazu, dass sich viele ein neues Rad zulegten.

Nach dem Besuch der Ölmühle Sauerland wurde die Tour durch die Iserlohner Heide nach Iserlohn fortgesetzt. Eine kleine Kaffeetafel diente der Stärkung und der Unterhaltung unter Frauen, um danach auf den schönen Bahntrassen-Radwegen über Hemer zurück nach Menden zu kommen.

Das positive Feedback der Frauen ist ein richtiger Ansporn, jedes Mal eine neue interessante Route zu finden.

 


https://maerkischer-kreis.adfc.de/veroeffentlichung/frauen-sind-auf-radtour-unter-sich

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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