ADFC Iserlohn auch weiter im Projekt "Fahrradfreundliche Gastronomie" aktiv.

Bei der Aktion "Fahrradfreundliche Gastronomie" des Stadtmarketings Iserlohn, bei dem der ADFC Iserlohn mit der Durchführung von Zertifizierungen und dem Einbringen der (Rad-)Nutzersicht aktiv ist, konnten jetzt weitere Betriebe ausgezeichnet werden.

Werben für das Projekt „Fahrradfreundliche Gastronomie“ (v.l.): Simone Korte (Stadtmarketing Iserlohn), Matthias Schlesinger und Torsten Rothhöft (beide Fuchs + Hase), Melanie Ott-Stöß (Mc Donalds), Miriam Remmert (Schnöggel) und Bernhard Schomm (ADFC). © Pressestelle Stadt Iserlohn

Projekt „Fahrradfreundliche Gastronomie“ nimmt Fahrt auf – Sechs weitere Iserlohner Betriebe zertifiziert

Iserlohn. Der eine oder die andere mag es vielleicht schon an Restaurants und Cafés gesehen haben: das Logo mit dem grün-schwarzen Fahrrad und dem Schriftzug "Fahrradfreundliche Gastronomie". Doch was hat es damit auf sich? 
Durch die Klassifizierung eines Betriebes und dessen Kennzeichnung wird signalisiert: Dieser Betrieb ist in Hinblick auf seine Fahrradfreundlichkeit geprüft und erfüllt die Voraussetzungen – hier sind Radfahrende gerne gesehene Gäste, denen unterschiedliche Services zur Verfügung stehen. 
Denn wer mit dem Rad unterwegs ist, der kennt die Probleme: wo kann ich mein Rad sicher abstellen und wo kann ich meinen Akku und den des Rades mal kurz laden? Seit gut zehn Monaten kennen die Bürgerinnen und Bürger im Märkischen Kreis die Antwort: auf jeden Fall bei Gastronomiebetrieben, die mit dem Label "Fahrradfreundliche Gastronomie" zertifiziert sind.

Allein in Iserlohn konnten bisher dreizehn fahrradfreundliche Betriebe klassifiziert werden. Kürzlich kamen nochmal sechs hinzu – und damit verfügt Iserlohn aktuell über das dichteste Netz an fahrradfreundlichen Betrieben im Kreis. Zu den zuletzt ausgezeichneten Gastronomen gehören nicht nur das Forsthaus Löhen und Mc Donalds, sondern auch die innerstädtischen Betriebe Café Fuchs + Hase, Waffelliebe, Mundkeule sowie das Café und Restaurant Schnöggel. 
Die vertretenen Gastronomen Melanie Ott-Stöß (Mc Donalds), Torsten Rothhöft und Matthias Schlesinger (beide Fuchs + Hase) sowie Miriam Remmert (Schnöggel) zeigten sich stolz über die fahrradtouristische Auszeichnung, die sie durch Bernhard Schomm vom ADFC Iserlohn und Simone Korte vom Stadtmarketing erhielten. 
Bernhard Schomm, Sprecher des ADFC Iserlohn, sowie Simone Korte vom Stadtmarketing zeigten sich bei der Zertifizierung begeistert von dem Zuspruch der Gastronomen und hoffen zugleich auf viele weitere gastronomische Betriebe, die sich der Kooperation anschließen und das Netz weiter verdichten – in Iserlohn und darüber hinaus. 
Neben diesen sechs Betrieben sind auch noch die Woeste Vollkornbäckerei, die Eismanufaktur "Ella Straciatella", das R-Café in Letmathe, das Nestler Restaurant, das Restaurant Heidebad sowie das Haus Schroter und "Eis und lecker" zertifiziert. Aber auch das Hotel Restaurant Neuhaus, die Wilde Ente, die beiden Filialen der Goldbäckerei Grote, im Hagebaumarkt und im Fritz-Nolte-Haus, das Café Barendorf und der Bahnsteig 42 konnten im Laufe des Jahres ausgezeichnet werden.

Korte erklärt, dass die Kriterien, die zu einer erfolgreichen Klassifizierung führen, durchaus niedrigschwellig sind: "Wer seinen Gästen anbietet, den mitgebrachten E-Bike-Akku kostenfrei zu laden, bei Bedarf die Trinkwasserflasche mit Leitungswasser nachfüllt, kostenfreie Radkarten und Fahrrad-Abstellanlagen vorhält sowie im Pannenfall ein Reparaturset und Informationen zur nächstgelegenen Reparaturwerkstatt herausgeben kann, dem ist die Zertifizierung eigentlich sicher. Im Innenstadtbereich sind nicht mal eigene Fahrradstellplätze notwendig, da hier ausreichend öffentliche Abstellanlagen vorhanden sind." 
"Das Netzwerk ist ein absoluter Mehrwert für die Radfahrer und zahlt auf die Entwicklung der stetig steigenden Zahl der Radnutzer ein. Wir als ADFC überprüfen die Betriebe nach der Anmeldung. Wir kommen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu den teilnahmewilligen Gastronomen, sondern überprüfen die Gegebenheiten zu den Mindestkriterien, die zu einer Zertifizierung führen, und geben Tipps, wie man mit kleinen, teils sogar kostenfreien Maßnahmen ein gutes Ambiente und eine passende Infrastruktur für Radfahrer schafft", ergänzt Bernhard Schomm.

Unter Federführung des Stadtmarketings und der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Iserlohn sowie des Hönnetal Touristik e.V. konnten schon weit vor dem offiziellen Projektbeginn im Jahr 2023 der ADFC im Märkischen Kreis sowie der Fachbereich Tourismus des Märkischen Kreises als Kooperationspartner gewonnen werden. Schnell kamen auch die Nachbarkommunen hinzu, um dieses Projekt gemeinsam umzusetzen und weiterzuentwickeln. Dass kreisweit mittlerweile 49 gastronomische Anlaufstellen für Radfahrende zu finden sind, die allerlei Annehmlichkeiten für Radlerinnen und Radler bieten und mittlerweile bereits Städte und Gemeinden aus anderen Kreisen angefragt haben und sich an einer Kooperation sehr interessiert zeigen, belegt die Bedeutung des Radtourismus in der Region. 
Als besonders starke Partner haben sich in den vergangenen Monaten die Goldbäckerei Grote, die kreisweit mittlerweile sieben Filialen zertifizieren lassen hat und das Projekt mit Herzblut unterstützt, sowie der Meinerzhagener Hersteller von Fahrradzubehör Busch + Müller, der derweil ein Sponsoring von insgesamt 100 Fahrradreparatur-Sets zugesagt hat, erwiesen.

Unter www.fahrradfreundlichegastronomie.de sind stets aktuelle Informationen rund um das radtouristische Netzwerk zu finden, ebenso die teilnehmenden Gastronomiebetriebe und die Anmeldeunterlagen. 
Interessierte Iserlohner Betriebe können sich telefonisch unter 02371 217-1816 oder 217-1820 über das Projekt informieren oder ihre Teilnahmeerklärung an stadtinfo [at] iserlohn.de senden. Anmeldung, Prüfung und Zertifizierung sind kostenfrei - "ein echter Mehrwert für alle Seiten", wie Korte und Schomm betonen.



Fahrradfreundliche Gastronomie
https://www.presse-service.de/medienarchiv.aspx?medien_id=273244 


Kontaktdaten: 
STADT ISERLOHN
Pressestelle
Schillerplatz 7 
58636 Iserlohn
Tel. 02371/217-1250
Fax 02371/217-2992
pressestelle [at] iserlohn.de
www.iserlohn.de


https://maerkischer-kreis.adfc.de/neuigkeit/adfc-iserlohn-auch-weiter-im-projekt-fahrradfreundliche-gastronomie-aktiv

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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