ADFC Iserlohn meint: Das Rikscha-Projekt ist gut in Fahrt!

 

Eins der interessantesten Fahrrad-Projekte in der Stadt Iserlohn hat mächtig Fahrt aufgenommen und erfreut sich bei vielen Bürgern:innen unserer Stadt einer wachsenden Beliebheit. Und wie der ADFC Iserlohn sich dabei nützlich macht, hier steht's.

 

Viele Füße halten das Rikscha-Projket am Laufen! © Olaf Remmert

Die Rikscha fährt und ist ständig ausgebucht

Sie ist schon fast ein altbekannter Anblick im Iserlohner Stadtbild: die Rikscha des Rikscha-Projektes Iserlohn. Täglich steigt die Anzahl der Ausfahrten für Senioren und Seniorinnen nicht nur des Tersteegen-Hauses und jedesmal gibt es bei den Passagieren nur freudige und lachende Gesichter. 

ADFC Iserlohn trainiert Rikscha-Piloten und Pilotinnen 

Wir vom ADFC Iserlohn haben das Projekt schon von Anfang begleitet und leisten mit dem bewährten "ADFC-Rikscha-Trainingsprogram" in Kooperation mit der Verkehrswacht Iserlohn einen kleinen Beitrag zur Ausbildung, Einweisung und Schulung der ehrenamtlichen Rikscha-Fahrern und Rikscha-Fahrerinnen, den sogenannten "Piloten".

So konnte der ADFC Iserlohn mittlerweile in vier fordernden Trainingseinheiten insgesamt schon 15 Piloten im Umgang mit der Rikscha zertifizieren, so dass für jede Ausfahrt der Rikscha ein ausgebildeter Pilot bzw Pilotin zur Verfügung steht. Diese sorgen nicht nur dafür, dass die Rikscha sicher und umsichtig im Verkehr bewegt wird, sondern die Piloten kümmert sich auch darum, dass jede Rikscha-Tour ein angenehmes und denkwürdiges Erlebnis für alle Passagiere wird.

Mach' es wie Maria

"Endlich konnte ich mir mal wieder so richtig den Wind um die Nase wehen lassen und die Rikschafahrt hat riesigen Spaß gemacht, auch weil mein Pilot Lutz so gut und rücksichtsvoll gefahren ist," erzählt Passagierin Maria F. (87) aufgeregt nach ihrer ersten Tour, "das war bestimmt nicht meine letzte Tour und ich freue mich schon auf die nächste!" 

Stadtwerke Iserlohn spendieren extra Heizdecken

Und damit das auch in den nächsten, recht kalten Monaten auch komfortabel möglich ist, haben die Stadtwerke Iserlohn es sich nicht nehmen lassen, das Rikscha-Projekt mit zwei akku-betriebenen XXL-Heizdecken zu "versorgen". Stadtwerke-Marketingleiter Mike Kowalski persönlich übergab gestern dieses sinnvolle Zubehör am Tersteegen-Haus an das Riksch-Team und wir vom ADFC Iserlohn sind sicher, dass die Rikscha schon heute damit und mit einem nicht frierenden Passagier unterwegs ist.

Stadt Iserlohn im Verzug - non verba sed acta!

Und so bleibt als einziger Bremsklotz für das tolle Projekt festzuhalten, dass die Stadt Iserlohn es bis dato immer noch nicht geschafft hat, den Antrag des Rikscha-Projektes vom Juni diesen Jahres zur Nutzung der Rikscha auch innerhalb der Fußgängerzone rund um die Uhr positiv zu bescheiden.

 


https://maerkischer-kreis.adfc.de/neuigkeit/adfc-iserlohn-meint-das-rikscha-projekt-ist-gut-in-fahrt

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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