ADFC Iserlohn Tourennachlese 2026: Nacht-Radtour Duisburg
Radfahren macht Spaß, Radfahren ist abwechslungsreich. Bei Sonne, aber auch bei Wolken oder Regen, bei warmen Wetter und auch im Winter, aber im Dunkeln der Nacht? Lest hier den Bericht einer interessanten Erfahrung mit Erlebnisfaktor...

Nach mehreren erfolgreichen Nachtfahrten stand 2026 der untere Teil des Ruhrtal-Radwegs auf dem Programm. Der Iserlohner ADFC-TourGuide Markus Bellebaum hatte sich dazu wieder ein tolles Programm einfallen lassen. Gestartet wurde um 18:30 Uhr am Letmather Bahnhof. Gemeinsam ging es mit dem Zug und einmaligem Umsteigen für die Gruppe von insgesamt 12 Teilnehmern direkt bis zum Duisburger Hauptbahnhof. Am ruhigen Dellplatz unter schattigen Bäumen wurde der Start in die Nacht wieder mit einen geselligen Abendessen begangen, der TourGuide hatte dort für 20 Uhr einen großen Tisch reserviert. Es wurde geklönt, von anderen Touren gesprochen, eigene Urlaubstouren erzählt, das Thema Fahrrad stand auch hier im Mittelpunkt.
So gestärkt hieß es nun aufsteigen, rauf auf die Räder, möge das Abenteuer beginnen. Das erste Ziel des Tages war die Landmarke Rheinorange an der Mündung der Ruhr in den Rhein bei Rheinkilometer 780. Die 25 Meterhohe Skulptur war nicht nur der Beginn der Tour de Ruhr bei Nacht, sondern bot sich auch noch für ein Gruppenfoto an. Mittlerweile war es fast dunkel, die Fahrbahn vor uns aber genügend ausgeleuchtet durch unsere Fahrrad-Scheinwerfer. Die Wege waren einsam, hier und da kam uns ein Rollerfahrer entgegen oder wurde ein anderer Radler zu seiner Überraschung von unserer Gruppe überholt. Überhaupt waren viele erstaunt, dass man sich zu nächtlicher Stunde überhaupt auf ein Fahrrad schwingen mag. Jedoch ist es nicht überall stockfinster, die dezent beleuchtete Fahrradbrücke über die Ruhr in Mülheim oder vereinzelte Gastronomie oder Feiern mit bunten Lichtern am Radweg, es war auch eine Fahrt durch das Nachtleben des Ruhrgebiets. Nie war man ganz alleine, selbst zu später Stunde war an diesem warmen Wochenende noch jemand unterwegs. Läufer am Kemnader See, Spaziergänger mit Hund, Feiernde auf dem Heimweg und mittendrin 12 „verrückte“ Radfahrende.
10 Uhr in Duisburg gestartet, um 06 Uhr nach 100 Kilometern ohne Pannen und Problemen wieder in Letmathe angekommen. Wieder war es eine gelungene Veranstaltung, trotz der Müdigkeit sind einige Teilnehmer noch auf dem Rad weiter bis nach Hause gefahren, zum Teil bis Hemer oder Menden. Und wer meint, 100 km wären doch arg viel, dem bleibt nur zu sagen, dass einer der Mitfahrenden für die Hinfahrt nicht den Zug gewählt hat, nein, er ist auch diese Strecke schon mit seinem Pedelec gefahren und so auf rund 210 km gesamt für diese Tour gekommen.
Wir vom ADFC Iserlohn sind nicht verrückt, machen aber gerne „verrückte“ Touren. Mal was Neues, spontane Ideen, alles ist erlaubt, denn Abwechslung tut gut und gemeinsames Radfahren um so mehr.
Sei dabei, schau auf unsere Homepage oder ins Tourenportal. Du hast auch Vorschläge für eine tolle Fahrt? Her damit, Kontaktadressen findest du hier. Wir schauen dann, was wir gemeinsam daraus machen können.