Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Märkischer Kreis e. V.

ADFC Iserlohn Tourennachlese 2026: Rund um Bochum und Essen

Die Radwege der Region sind den meisten hier sicherlich bekannt. Warum dann nicht mal die weitere Umgebung erkunden? Das war auch die Idee des Iserlohner ADFC-TourGuides Markus Bellebaum.

Die Teilnehmer der Tour. © Markus Bellebaum

Wenn wir schon am Rande des Ruhrgebiets wohnen, dann sollte das Revier auch mal mit einer abwechslungsreichen Rundtour sprichwörtlich erfahren werden. Morgens früh um 9 Uhr trafen sich so Mitte August diesen Jahres 8 Radfahrende am Stadtrand von Bochum.

Schon in der Innenstadt gab es etwas zu bestaunen, nämlich heimatliche Geschichte. Wer kennt sie noch, die ehemalige Firma Heuer-Hammer aus der Grüne? Über einer Kreuzung hängt ein Nachbau der einstigen Heuer-Ampel, dem Vorläufer der heutigen Lichtzeichenanlagen. Ein Stück weiter vor dem Rathaus steht eine 15.000 kg schwere Gussstahlglocke aus dem Jahr 1867, hergestellt vom Bochumer Verein für die damalige Weltausstellung in Paris. Auch die 4 großen Glocken des Letmather Kiliandoms wurden von 1948 von dieser Firma gefertigt. Nun ging es auf den neuen Radschnellweg RS1. Auf dieser bequemen Strecke hieß es auch eine Landesstraße zu queren. Um dem Namen Radautobahn gerecht zu werden, wurde dort eigens eine Ampel installiert, die dem Radfahrer bei Tempo 20 automatische eine grüne Welle und somit Vorfahrt vor den Kraftfahrzeugen gewährt. Eine gute Lösung zur Förderung des Radverkehrs. Jetzt kam die erste Bergwertung, in ein paar Schleifen kämpfte sich die Gruppe hinauf zu Halde Rheinelbe mit schöner Aussicht auf die Umgebung. Auf weiteren Bahntrassen-Radwegen führte die Route zunächst am Rhein-Herne-Kanal entlang zur Schurenbachhalde mit seiner Bramme und weiter zur Zeche Zollverein. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem Förderturm besichtigte die Gruppe die frühere Kohlenwäsche in der ersten Ebene des Gebäudes in 28 Metern Höhe. Nicht mit dem Rad, eine 58 Meter lange überdachte orange Rolltreppe brachte die Truppe nach oben. Der nächste Punkt dieser Radtour war etwas ganz Neues, was es bisher in dieser Form beim ADFC Iserlohn noch nie gegeben hat. Die Mitfahrenden konnten im strahlend blauen Werksfreibad der Zeche vor der beeindruckenden Kulisse kostenlos ein paar Runden schwimmen und sich abkühlen.

Und weiter ging es durch das Revier, erst durch kleine Parks und auf Fahrradstraßen an den Rand der Essener Innenstadt, dann wieder zurück auf dem RS1 zum Krupp- und Niederfeldsee. Auf dem Gruga-Bahntrassen-Radweg wurde ein Abstecher in die Gartenstadt Margarethenhöhe gemacht. Schmucke Häuser mit Windläden und gepflegten Gärten, dazu Straßennamen wie Daheim, Trautes Heim oder Waldlehne. Genau durch diesen Wald gelangte man wieder zurück auf die alte Trasse und hinunter nach Essen-Steele an die Ruhr. Den Verlauf entlang des Flusses kennen bestimmt viele, Markus Bellebaum führte seine Mitfahrer über einen anderen, parallel verlaufenden weiteren Bahntrassen-Radweg bis nach Bochum-Dahlhausen. Noch eine Fahrt noch über die schwimmende Ponton-Brücke und den Springorum-Radweg, dann war man schon wieder am Ausgangspunkt.

85 km wurden geradelt, 480 Höhenmeter bergauf und wieder hinunter. Viele neue Eindrücke, noch mehr Fotos, wieder andere Fahrradrouten kennengelernt. Genau das war auch der Grund, auch mal solch einen Fahrradausflug anzubieten. Weitere schöne Touren werden noch folgen. Schauen Sie einfach auf die Homepage des Fahrradclubs unter www.iserlohn.adfc.de und fahren Sie gerne mal mit uns mit.


https://maerkischer-kreis.adfc.de/neuigkeit/adfc-iserlohn-tourennachlese-2026-rund-um-bochum-und-essen

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