ADFC Iserlohn Tourennachlese 23, Teil 2: "Auf alten Bahntrassen durch die Berge"

ADFC Iserlohn Tourennachlese 23. Unter diesem Titel werden in loser Folge ein paar der schönsten Radtouren des ADFC Iserlohn aus 2023 zum Nachlesen und Genießen online gestellt. Weiter geht's mit der Tour "Auf alten Bahntrassen" vom 26.08.23....

Unterwegs mit dem ADFC Iserlohn, immer ein tolles Erlebnis. © Markus Bellebaum

Der Sauerland-Radring: Auf alten Bahntrassen durch die Berge

Iserlohn, so sagt man, ist das Tor zum Sauerland. Dann sollte man auch mal hindurch und schauen, was dahinter einem so geboten wird. Das dachte sich aus ADFC-TourGuide Markus Bellebaum und lud am Samstag, 26. August 2023 die heimischen Radfahrer und Radfahrerinnen zu einer gemeinsamen Runde über die Hauptschleife des Sauerland-Radring ein. Startpunkt war der P+R-Parkplatz auf der Rückseite des Finnentroper Bahnhofs.

Schon früh um 08.30 Uhr ging es lenneabwärts Richtung Lenhausen, wo nach einem Abzweig ins Frettertal am Ortsausgang auf die frühere Bahntrasse nach Eslohe gewechselt wurde. Sanft ansteigend, wobei an allerlei alten Eisenbahnutensilien wie Signalen, Schildern oder auch einer kleinen Diesellok fuhr man so hinauf ins Sauerland nach Fehrenbracht. Hier erwartete die Teilnehmer das Highlight der Tour, der Kückelheimer „Fledermaustunnel“. In der Winterzeit vom 01.11. bis längstens 04.04. des Folgejahres zum Schutz der Tiere gesperrt, bietet er im Sommer eine willkommene Abkühlung für die Radfahrer. Ein Durchfahrt durch den beleuchteten 689 Meter langen Tunnel ist ein ganz besonderes Erlebnis. Schon im Tunnel fällt die Strecke langsam wieder bergab bis hinunter nach Eslohe, rollen lassen war angesagt. Leider war das Technik- und Heimatmuseum direkt am Radweg an diesem Tag geschlossen, aber auch auf dem offenen Freigelände gab es einiges interessantes zu bestaunen.

Durch das Salwey- und Wennetal führte der weitere Verlauf bis nach Bremke. Bevor man hier auf den Bahntrassenradweg nach Schmallenberg abbog, stand noch eine gemütliche Einkehr bei einem Bäcker am Wegesrand an. Die Außengastronomie, sowie das warme und sonnige Wetter luden geradezu zu dieser Rast bei einem leckeren Brötchen oder einem Stück Kuchen ein. So gestärkt konnte der letzte große Anstieg hinauf auf die Sauerländer Höhen in Angriff genommen werden. Unterwegs zeigte sich der große Vorteil, den die Iserlohner auf ihrem Bahntrassenradweg mittlerweile haben. Hier, auf dem Sauerland-Radring hat vielerorts noch der Kraftverkehr Vorfahrt. Trotz der großen Beliebtheit und der starken Frequentierung der Route durch die Touristen, wird der Radfahrer durch abgerissene Brücken, Vorfahrtsschilder an Kreuzungen mit Feld- oder Wirtschaftswegen oder gar mit Stoppschildern an weiteren Straßen an einem zügigen oder entspannten Fahren gehindert. Hier im Sauerland besteht halt noch Handlungsbedarf und ein Umdenken. Der Tourenleiter hat dazu bei den entsprechenden Stellen im Sauerland auf die positive Entwicklung in Iserlohn hingewiesen.

Hinter Schmallenberg führt der Sauerland-Radring im Gegensatz zur bisherigen Strecke überwiegend über asphaltierte Wald- und Wirtschaftswege wieder hinab bis nach Altenhundem. Während es im oberen Lennetal noch abseits der Hauptstraße durch schöne Orte wie Saalhausen geht, verläuft der Radweg ab Gleierbrück nur noch in Seitenlage der Bundesstraße. In Altenhundem wurde dann erst mal eine längere Pause gemacht. Ein italienisches Restaurant mit einem Biergarten unter großen, alten Bäumen war da doch ideal. Leckere Pizza, kühle Getränke und eine sehr freundliche Bedienung machten die Einkehr zu einem Genuss und gaben neue Kraft.

Diese wurde auch gebraucht, denn anschließend gab es in Höhe der Sauerlandpyramiden in Meggen noch einen kurzen, aber knackigen Anstieg zu überwinden, die letzten 16 Kilometer bis zurück nach Finnentrop waren aber wieder landschaftlich schön gelegen und gut zu fahren.

86 Kilometer langen hinter den zufriedenen Teilnehmern, viele Eindrücke wurden unterwegs gesammelt, dazu die gesellige Gesprächsrunde beim gemeinsamen Essen, all das hat zu einem für alle gelungenen Fahrradtag im heimischen Sauerland beigetragen und ist somit auch für den ADFC Iserlohn und seinem TourGuide zu einem Erfolg geworden.


https://maerkischer-kreis.adfc.de/neuigkeit/adfc-iserlohn-tourennachlese-23-teil-2-auf-alten-bahntrassen

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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